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Das Gesetz des YAHWEH

Die oft missverstandene Tora ist ein tiefgründiger Ausdruck der Liebe und Weisheit YHWHs. Sie ist keine Last, sondern ein vollkommener Wegweiser für ein Leben im Einklang mit seinem Willen, wie die Psalmen bezeugen.

„Denn ich gebe euch gute Lehre; verlasst mein Gesetz nicht.“ – Sprüche 4,2

Die Tora ist nach wie vor aktuell und relevant und bietet einen Rahmen für Gerechtigkeit, Liebe und Rechtschaffenheit. Sie ist ein Geschenk an sein Volk, das uns zu einer tieferen Beziehung zu ihm und zueinander führen soll. Die Tora ist keineswegs überholt, sondern ein zeitloses Spiegelbild des Wesens YHWHs und seines Wunsches, dass seine Schöpfung in Harmonie und Heiligkeit lebt.


In einer Welt, in der moralischer Relativismus oft das Urteilsvermögen trübt, steht die Tora als Leuchtfeuer der Wahrheit und Klarheit. Sie ist nicht bloß eine Sammlung von Regeln, sondern ein göttlicher Plan für ein sinnvolles und erfülltes Leben. Die Anweisungen der Tora gründen auf Liebe – Liebe zu YHWH und Liebe zum Nächsten. Wie Jesus betonte, bilden diese beiden Prinzipien das Fundament, auf dem alle anderen Gebote ruhen.


Das Verständnis des wahren Wesens der Tora hilft uns, sie nicht als eine Liste von Einschränkungen, sondern als Weg zu Freiheit und Freude zu sehen. Durch den Gehorsam gegenüber den Geboten YHWHs erfahren wir die Fülle seines Segens und die Tiefe seiner Liebe. Die Tora gilt nicht nur für eine vergangene Zeit; sie ist auch heute noch gültig und leitet uns in allen Bereichen unseres Lebens.

„Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist die Wahrheit.“ „Was deine Zeugnisse betrifft, so wusste ich von alters her, dass du sie für immer gegründet hast.“ – Psalm 119,142



Der Mythos der 613 Gesetze:

Ein weit verbreiteter Irrglaube in der jüdischen Tradition ist die Annahme, dass die Tora genau 613 Gebote (Mitzwot) enthält, die jeder Mensch befolgen muss. Diese Zahl, die oft angeführt wird, um die Komplexität oder die vermeintliche Schwere der Tora zu betonen, ist irreführend. Tatsächlich beziehen sich viele dieser Gebote auf bestimmte Gruppen oder Lebensumstände und gelten nicht universell.

Die Idee der 613 Gebote ist in vielerlei Hinsicht eine jüdische Fabel – eine Tradition, die überliefert wurde, aber keine klare Grundlage in der Tora selbst hat.


Eines der sogenannten 613 Gebote ist beispielsweise die Pflicht, das Schma Jisrael zweimal täglich zu rezitieren. Die Tora schreibt dies jedoch nicht ausdrücklich vor. Der Vers, der oft zur Stützung dieser Tradition angeführt wird, lautet:

„Ihr sollt sie euren Kindern fleißig einprägen und davon reden, wenn ihr in eurem Haus sitzt, wenn ihr unterwegs seid, wenn ihr euch hinlegt und wenn ihr aufsteht.“ – 5. Mose 6,7

Dieser Vers ermutigt zwar zur ständigen Meditation über die Gebote YHWHs, schreibt aber nicht vor, das Schma Jisrael zweimal täglich zu rezitieren. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die jüdische Tradition die Tora ergänzt und Verpflichtungen geschaffen hat, die nicht explizit in der Schrift erwähnt werden.

Yeshua kritisierte solche Praktiken mit den Worten:

„Vergeblich verehren sie mich, indem sie Lehren verkünden, die Gebote von Menschen sind.“ – Markus 7,7

Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, zwischen den Geboten YHWHs und menschlichen Traditionen zu unterscheiden. Die Tora selbst ist vollkommen und vollständig, doch Ergänzungen können zu unnötigen Belastungen und Missverständnissen führen. Indem wir uns auf die Gebote konzentrieren, die für uns wirklich gelten, und ihren Sinn verstehen, können wir im Einklang mit dem Willen YHWHs leben, ohne von menschengemachten Traditionen belastet zu werden.

Ein bedeutender Teil der Gesetze der Tora betrifft beispielsweise die Priester (Kohenim), den Hohepriester (Kohen Gadol), Richter, Könige, Bauern oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie etwa Leprakranke oder Frauen. Nur ein Bruchteil dieser Gebote gilt für jeden Einzelnen.

Um das Ganze in den richtigen Kontext zu setzen, betrachten wir moderne Rechtssysteme mit ihren Millionen von Gesetzen. Nicht jedes Gesetz gilt für jeden – manche beziehen sich auf bestimmte Berufe, Rollen oder Situationen. Ähnlich verhält es sich mit den Geboten der Tora: Sie sind auf verschiedene Lebensbereiche und spezifische Rollen innerhalb der Gemeinschaft zugeschnitten.


Dieses Verständnis verdeutlicht, dass die Tora keine erdrückende Last, sondern ein strukturierter und zielgerichteter Leitfaden ist. YHWH gab in seiner Weisheit Anweisungen für jeden Lebensbereich und stellte so sicher, dass jeder Mensch in seiner einzigartigen Rolle im Einklang mit seinem Willen leben kann.

Die Vorstellung, dass alle 613 Gesetze für jeden gelten, ist eine Fehlinterpretation, die die Schönheit und den praktischen Nutzen der Tora verdunkelt. Wie Jesus lehrte, besteht das Wesen der Tora in der Liebe zu YHWH und der Nächstenliebe, und die einzelnen Gebote sind Ausdruck dieser grundlegenden Prinzipien.

„Denn das ist die Liebe zu YHWH , dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer.“ – 1. Johannes 5,3

Darüber hinaus betont die Tora selbst, dass ihre Gebote nicht außerhalb unserer Reichweite liegen. Sie sind uns zur Rechtleitung gegeben, nicht um uns zu überwältigen. Wie geschrieben steht:

„Denn dieses Gebot, das ich euch heute gebiete, ist euch nicht zu geheimnisvoll und nicht fern. Es ist nicht im Himmel, dass ihr sagen müsstet: ‚Wer wird für uns in den Himmel hinaufsteigen und es uns bringen, damit wir es hören und danach handeln können?‘ Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass ihr sagen müsstet: ‚Wer wird für uns über das Meer fahren und es uns bringen, damit wir es hören und danach handeln können?‘ Sondern das Wort ist ganz nah bei euch, in eurem Mund und in eurem Herzen, damit ihr es tut.“ – 5. Mose 30,11–14

Diese Passage erinnert uns daran, dass YHWHs Anweisungen zugänglich sind und dazu bestimmt sind, in unserem Alltag gelebt zu werden. Die Tora ist kein fernes, unerreichbares Ideal, sondern ein praktischer Leitfaden, der uns YHWH und einander näherbringt. Indem wir die konkrete Anwendbarkeit der Gebote verstehen, können wir ihren Sinn besser erfassen und nach seinem Willen leben.




Vergleich mit modernen Rechtssystemen:

So wie die Gebote der Tora auf verschiedene Gruppen und Situationen zugeschnitten sind, enthalten auch moderne Rechtssysteme Millionen von Gesetzen, die nicht universell gelten. Beispielsweise sind Steuergesetze, Unternehmensbestimmungen und Berufslizenzbestimmungen auf spezifische Rollen und Umstände zugeschnitten. Nicht jedes Gesetz ist für jeden Einzelnen relevant, und diese Spezifizierung ist notwendig, um Ordnung und Gerechtigkeit in einer komplexen Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Ebenso sind die Gebote der Tora darauf ausgelegt, verschiedene Lebensbereiche abzudecken, von der Anbetung und dem Zusammenleben in der Gemeinschaft bis hin zur Landwirtschaft und dem persönlichen Verhalten. Dieser strukturierte Ansatz stellt sicher, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner Rolle oder Situation, eine Anleitung für ein rechtschaffenes Leben erhält.

Die Gesetze der Tora sind keine einheitliche Last, sondern ein umfassendes System, das die Weisheit YHWHs und seine Fürsorge für seine Schöpfung widerspiegelt.

„Alle Schrift ist von YHWH eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch YHWHs vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ – 2. Timotheus 3,16–17

Dieser Vers unterstreicht den Zweck der Anweisungen YHWHs : uns für ein rechtschaffenes Leben auszurüsten. So wie moderne Gesetze eine funktionierende Gesellschaft schaffen sollen, leiten uns die Gebote der Tora zu einem Leben an, das YHWH ehrt und unserer Gemeinschaft zugutekommt. Dieses Verständnis der Parallele hilft uns, die Tora nicht als veraltete Regelsammlung, sondern als zeitlosen und praktischen Leitfaden für ein rechtschaffenes Leben zu begreifen.


Es ist jedoch paradox, dass viele Menschen bereitwillig und ohne Murren Zehntausende weltlicher Gesetze – Steuergesetze, Verkehrsregeln, Arbeitsplatzvorschriften – befolgen, sich aber den wenigen göttlichen Geboten YHWHs widersetzen oder sie ablehnen. Wenn wir uns in den komplexen modernen Rechtssystemen zurechtfinden, warum tun wir uns dann so schwer mit den klaren und lebensspendenden Anweisungen der Tora?

Die Tora ist keine Last, sondern ein Geschenk, das uns näher zu YHWH und zueinander bringen soll. Wie Jesus sagte:

„Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.“ – Johannes 14,15

Lasst uns nicht vorschnell von Menschen gemachten Gesetzen folgen und dabei die ewigen und vollkommenen Gesetze unseres Schöpfers vernachlässigen. Die Tora spiegelt seine Liebe und Weisheit wider, und indem wir sie befolgen, beweisen wir unsere Liebe zu ihm und unseren Willen zu einem rechtschaffenen Leben.




Die Zehn Gebote: Das Fundament der Liebe

Die Zehn Gebote, die YHWH am Berg Sinai gab, bilden die Grundlage der Tora. Sie sind keine isolierten Regeln, sondern eng mit den zwei größten Geboten verbunden: YHWH von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all unserer Kraft zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben. Jesus selbst betonte diesen Zusammenhang, als er sagte:

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das erste und größte Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ – Matthäus 22,37–40

Beachten Sie Folgendes: Yeshua sagt nicht, dass dies die einzigen Gebote sind oder dass andere abgeschafft wurden. Er sagt, dass das gesamte Gesetz und die Propheten auf diesen beiden Geboten beruhen (κρέμαται - krematai: "beruhen, stützen sich auf").


Sie sind wie die Wurzel, aus der der gesamte Baum der Tora wächst. Jedes einzelne Gebot ist ein praktischer Ausdruck dieser beiden grundlegenden Prinzipien.

Die ersten vier Gebote konzentrieren sich auf unsere Beziehung zu YHWH und lehren uns, wie wir unsere Liebe und Hingabe zu ihm zum Ausdruck bringen können:

  1. Keine anderen Götter neben mir – Exklusivität in der Anbetung.

  2. Keine Götzenbilder – Ablehnung des Götzendienstes.

  3. Du sollst den Namen des HERRN nicht missbrauchen – Ehre seinen Namen.

  4. Gedenke des Sabbats – Nimm dir Zeit für ihn.


Die übrigen sechs Gebote leiten unser Verhalten gegenüber anderen und zeigen uns, wie wir in Harmonie und Liebe leben können:

  1. Ehre deine Eltern – Respektiere Autorität und Familie.

  2. Töte nicht – Das Leben ist wertvoll.

  3. Begehe keinen Ehebruch – Wahrung der ehelichen Treue.

  4. Stehlen ist verboten – Respektiere das Eigentum anderer.

  5. Falsches Zeugnis ablegen – Für Wahrheit und Gerechtigkeit eintreten.

  6. Begehre nicht – Kultiviere Zufriedenheit.


Jedes Gebot entspringt den zwei größten Prinzipien der Liebe. So ist beispielsweise die Einhaltung des Sabbats (Gebot 4) ein Akt der Liebe zu YHWH , während das Verbot des Stehlens (Gebot 8) ein Akt der Nächstenliebe ist. Die Zehn Gebote sind keine willkürlichen Regeln, sondern praktische Ausdrucksformen der Liebe, die YHWHs Wesen und seinen Wunsch nach unserem Wohlergehen widerspiegeln.

„Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; darum ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ – Römer 13,10

Wenn wir die Zehn Gebote aus der Perspektive der Liebe verstehen, sehen wir sie nicht als Einschränkungen, sondern als Wegweiser für ein Leben im Einklang mit dem Willen YHWHs. Sie lehren uns, ihn von ganzem Herzen zu lieben und andere gerecht, gütig und respektvoll zu behandeln. So bleiben die Zehn Gebote der Grundstein eines Lebens, das in der Tora verwurzelt und von Liebe geleitet ist.




Die Tora ist kein Joch, sondern ein Weg, Liebe und Gerechtigkeit auszudrücken.

Die Tora ist keine Last, kein Relikt der Vergangenheit – sie ist der Herzschlag der Weisheit YHWHs, ein Wegweiser, der den Pfad der Gerechtigkeit erleuchtet. Sie fesselt uns nicht, sondern befreit uns, im Einklang mit dem Willen unseres Schöpfers zu leben. Wie der Psalmist verkündet:

„Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unwissenden weise.“ – Psalm 19,7

Dennoch ist es entscheidend zu verstehen, dass die Tora kein Mittel zur Erlösung ist. Erlösung erlangt man allein durch den Glauben an YHWH und das Erlösungswerk von Jesus Christus. Die Tora dient als Richtschnur für ein rechtschaffenes Leben, aber sie kann uns nicht erlösen. Wie Jesus warnte:

„Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Meister, Meister!‘, wird in das Himmelreich eingehen, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Meister, Meister! Haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?‘ Dann werde ich ihnen erklären: ‚Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!‘“ – Matthäus 7,21–23

Hier hebt Yeshua die Gefahr der Gesetzlosigkeit ( Anomie – Ablehnung oder Missachtung der Tora YHWHs) hervor. Zwar geschieht die Erlösung aus Gnade durch Glauben, doch wahrer Glaube zeigt sich im Gehorsam gegenüber den Geboten YHWHs.


Die Tora ist kein Mittel zum Erwerb des Heils, sondern ein Spiegelbild eines Herzens, das von der Liebe YHWHs verwandelt wurde. Wie Jakobus schreibt:

„Der Glaube, wenn er keine Werke hat, ist tot in sich selbst.“ – Jakobus 2,17

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tora ein wunderschöner Ausdruck der Liebe und Weisheit YHWHs ist und uns anleitet, in Gerechtigkeit und Harmonie mit ihm und unseren Mitmenschen zu leben. Sie ist keine Last, sondern eine Freude für diejenigen, die ihn lieben. Wir dürfen jedoch niemals dem Irrglauben verfallen, dass die Einhaltung der Tora uns das Heil einbringt. Das Heil ist ein Geschenk der Gnade, aber der Gehorsam gegenüber YHWHs Geboten ist die natürliche Reaktion eines Herzens, das ihn wahrhaft liebt. Wie Johannes sagte:

„Denn das ist die Liebe zu YHWH, dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer.“ – 1. Johannes 5,3

Lasst uns auf seinen Wegen wandeln, nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Liebe und Dankbarkeit für die Erlösung, die er uns frei geschenkt hat.


Falls Sie noch Zweifel haben, lesen Sie bitte die vollständige Studie über das Gesetz Gottes.





Lob sei dem Allerhöchsten!







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DAS
ERBE 
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